Donnerstag, 8. November 2007

-……Lautman …Ja gruß dich. Ich sitze gerade in Taxi fahre zum Bahnhof.

...... Ich bin heute Abend ca.20 Uhr zu Hause. In zwanzig Minute fährt der Zug ab .... Ja ich bin noch in Wiesbaden. Die Sitzung hat lange gedauert..... nur blaa, blaa, blaa.

Wie immer .... Ich habe einen guten Angebot bekommen in Wiesbaden ... eine höhere Stelle ... aber ich war mir nicht sicher .... Ich habe jetzt Zeit zwei Tage mir zu überlegen und dann Bescheid sagen ...... Ich weiss nicht.

.... Ich fühle mich in Köln wohl .... ich kenne fast jeden und die Leute sind locker ... Ja mit Gehaltserhöhung. Die Stelle ist eine stufe höher aber mit viel Stress und viel Verantwortung. Die Atmosphäre in Wiesbaden hat mir bisschen Angst gemacht. Die Herrschaften sind schwierig. Ich habe mich noch nicht entschieden ... Ich glaube nicht, dass ich Köln wegen ein paar Euro mehr verlassen würde....... Na ..... Wie geht es euch .... Was neues .... Was? ....Wer? .....Echt? bist du sicher? ... Na toll .... Wann hast du es erfahren ... heute? Es ist prima .... Super .... Schön .... freue mich .... was hat der Michael gesagt? .... Was ... der weiss noch nicht ... warum hast du ihm nicht gesagt? ... Traust du dich nicht? Ach Blödsinn ... er freut sich bestimmt ... natürlich freut er sich. Mach dir keine Gedanken ... Warum soll ich Klappe halten.

Weiche Monat bist du jetzt? .....schon zweite Monat ...wieso hast du es nicht bemerkt ... du hast es aber geahnt .. du fürchtest dich ... Was redest du denn da ... sag mal bist du klar im Köpf ... rede kein Quatsch mehr. Wir sollen es feiern. Nimmt euch heute Abend nichts vor. Ich melde mich so bald ich in Köln bin. Wir sollen drauf anstossen. Ich stelle mir vor dich und Michael auf der Strasse Kinderwagen schiebe sehen. Es ist sehr unglaublich.

Warum sollte er sich ärgern ... kann ich nicht glauben. Hat er selber gesagt ... Lustig. Ich möchte auch gerne bisschen mit schieben .... Nein, mah bitte keine Dummheit ... Nein ... Verspreche es mir ... gut .. gut ... und ich verspreche dir die Klappe zu halten ... Wir werde eine Lösung finden ... Was weiss ich lass dir was einfallen.

Weiss ich nicht .. ich muss noch denken .... Warte mal ich hole mir Rat von dem Fahrer ... vielleicht kann er uns helfen ...bleib daran.

..... ( zu mir ) Herr Fahrer wie haben Sie reagiert als Sie erfahren haben, dass ihre Frau schwanger war? .... Haben Sie sich gefreut?

- Nein ich war wütend, habe mich geärgert.

- - Warum denn?

- Wir hatten andere Vereinbarung .. Hatten anders geplant ... und ....

- Es reicht .. Es reicht .... Ich will nicht mehr wissen. Bitte fahren Sie weiter .... ( und wieder zum Handy)

---Petra bist du noch da ... Ja ... vergiss es ... Der ist genauso ein Dummkopf wie dein Michael ... Ja ... Ja .... Ich melde mich- bis dann !!

Samstag, 20. Oktober 2007

Deutschland ein Wintermärchen

“ Denke ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf geracht ;
ich kann die Augen nicht mehr schließen und meine heiße Tränen fließen“. Das habe ich nicht gesagt. Das hat Heinrich Heine vor circa zweihundert Jahren geschrieben. Lange vor meiner Geburt, sehr lange her.

Ich denke auch manchmal an Deutschland. Ich will niemals glauben, dass Deutschland ein Land ist aus dem man flüchtet. Das behaupten viele. Und viele andere haben es früher behauptet. Ich will es nicht glauben. Ich bin seit langer hier. Lang genug um mich zu Hause zu fühlen. Aber bin ich hier richtig zu Hause? Bin ich aufgenommen? Wieder will ich es nicht glauben. Es stört mich aber nicht. Ich bin nirgendwo zu Hause. Ich brauche kein zu Hause. Ich war niemals zu Hause. Wozu braucht Mensch eigentlich ein zu Hause. Ein Himmel über Kopf. Ein Stück Brot und bisschen Luft, mehr brauche ich nicht. Ist zu Hause dort wo man geliebt wird. Wo man lieben kann? Liebe ich eigentlich dieses Land? Wird es eines Tages mich lieben? Ich weiß nicht warum ich mich solche Fragen stelle? Es ist alles Quatsch. Alles Blödsinn. Wozu btauche ich Liebe. Ich mache mir keine Illusion. Ich kann auch ohne Liebe leben. Ich habe schon längst gelernt ohne Liebe zu leben.

Ich denke auch manchmal an Deutschlan. Manchmal , wenn ich den knopf am Radio drehe und der Ansager mich anlädt das Wichtige zu wissen. Es ist Volle Stunde ,Nachrichtenzeit“. Ich stelle meine Uhr ein. Sie zeigt niemals die genaue Uhrzeit. Sie hat ihre eigene Zeit. Sie befindet sich aber im falschen Raum. Vielleicht ihr fehlt noch eine weitere Dimension um richtig zu sein.

Das Radio läuft weiter und die Wichtigen werden mitgeteilt. Die sind aber nicht wichtig. Besser gesagt ich habe Nase voll von alles, was wichtig ist. Irgend ein Skandal ist enthüllt worden. Irgend ein Politiker hat seine Macht und seine Position missbraucht. Irgend eine Firma soll seine Belegschaft entlassen. Die andere muß kräftig abbauen. Irgendetwas wird teurer werden. Irgendwo auf der Welt, es interessiert mich nicht wo, ist ein Soldat umgebraucht worden, Ein fremder Opfer in einem fremden Land. Ein trauriges Ende eines Lebens. Das Leben eines Soldates, der wahrscheinlich selber nicht weiß, was er in einem fremden Land zu suchen hat. Ein dunkelhaariger Mitbürger ist am Tageslicht auf offenen Strasse zusammengeschlagen worden. Von einer Gruppe aufgebrachte doppel deutsche Jugendlichen Das alles und Ähnliches sind die Wichtigen, die der Ansager versprochen hat. Ich hasse die wichtige Meldungen..

Wieder will ich es nicht glauben. Ich will nicht glauben, dass ich noch mal flüchten soll. Dafür habe ich keinen Lust und keine Zeit mehr. Ich bleibe hier und versuche meine Ängste weg zu treiben. Die wichtigen lasse ich zur Seite und suche trost in Unwichtigen. In vielen hellen erfröhlichen Punkten, die scheinbar unwichtig sind aber mich kräftig anziehen. Ich versuche diese helle Punkte unter Luppe zu bringen. Ist es ein Selbstbetrug?? Eine Hallunization? Ich weiß es nicht. Ich weiß es wirklich nicht.

Mittwoch, 15. August 2007

Hockenberger Mühle !! Hockenberger Mühle !! nicht schon wieder. Gott sei mit mir! Immer wenn ich in Bierstadt bin, soll ich jemanden von dieser verdammten Mühle abholen.

Bierstadt ist eigentlich nicht mein Revier. Ich habe hier nur Pech. Besonders in Kloppeheim und vor allen bei dieser Mühle. Voriges Mal war eine Verarschung. Ich habe da länger wie halbe Stunde gewartet. Keine kam und man wusste nicht wer Taxi bestellt hat. Nach mehr als halber Stunde bin ich leer zurückgefahren, voller Ärger und Wut. Wenn es stimmt, dass Zeit Geld ist, dann könnte ich mit all meiner hier verlorenen Zeit das Ort Kappenheim zusammen mit Bierstadt sogar die ganze Stadt Wiesbaden kaufen. Ein anderes Mal als ich dahin angekommen bin, habe ich daraußen bei der Mühle ein junges paar gesehen. Sie diskutierten noch heftig miteinander. Sie hatten sich nicht entschieden, ob sie da bleiben oder lieber nach Hause fahren sollen. Ich habe so viel mitbekommen, dass der Mann voll und müde war und wollte schnell nach Hause. Die Dame aber wollte noch bleiben, da sie gerade eine alte Freudin getroffen hatte. Nach länger Diskussion und viel Politik und eine Menge weibliche Kunstgriffe hat die junge Dame gewonnen. Und hat ihn überzeugt noch zu bleiben. Daraufhin ist sie zu mir gekommen, anmutig und liebreizend. Hat sich entschuldigt, mir ein Küsschen auf die Wange gegeben und adieu. Ich war sprachlos. Was war das? Nur ein Küsschen! Das hilft mir aber nicht. Was habe ich davon? Ein winziges Küsschen. Mehr war nicht darin. Aber ehrlich gesagt heut zutage soll man sich mit einem blosen Küsschen zufrieden geben. Besonderes wenn ich mich daran erinnere, dass einmal zwei Jungen hier bei der Mühle eingestiegen und irgendwo in der Stadt ausgestiegen und blitzschnell in zwei verschiedenen Richtungen geflohen sind.

Ich habe hier viel erlebt und kann natürlich noch vieles erzählen aber jetzt erstmal zurück zum Gegenwart. Man muss cool bleiben und optimistisch sein.

Zwei Männer und zwei Frauen sind meine Gäste. Jung, heiter, freundlich und fröhlich. Die Damen steigen hinten ein. Der eine Herr überlegt sich noch ab er vorne sitzt oder hinten neben den Damen. „ Wenn ich du wäre, würde ich bei Damen einsteigen“. Das sage ich aber nicht nur behalte ich es in meinen Gedanken. Der andere Herr lässt sich Zeit geht gelassen zu seinem in der Nähe geparkten Auto. Bleibt eine Weile da und lässt uns warten ...

Endlich ist die Crew komplett und wir können los fahren.

- Bitte nach Bierstadt ...... in Reifeisen Strasse .......

- Langsam bitte nicht so schnell. Ich muss mir zurerst überlegen.

- Keine Sorge!! Fahren Sie Richtung Bierstadt. Ich zeige Ihnen.

- Gerade das ist das Problem. Ich muss zuerst überlegen wo Bierstadt ist.

- Wissen Sie nicht wo es ist?!?

- Nein. Woher soll ich wissen? Das sollen sie selber wissen. Sie wollen dahin nicht ich. Sie haben nur einen Wagen bestellt nicht mehr.

- Wir wollen aber gerne einen Fahrer mit Ortskenntnisse!

- Das haben sie aber nicht bestellt. Natürlich gibt es so was.Es kostet aber mehr. Jede Leistung muss extra bezahlt werden. Sie können sogar sauberes Auto oder sauberen Fahrer bestellen. Dann sollen Sie aber tiefer in de Tasche greifen. Man kann bei uns sogar hübschen Fahrer, frisch rasierten Fahrer oder frischgeduschten Fahrer bestellen. Die habe Allerdings andere Tarife. Wenn Sie nur ein einfaches Taxi bestellen ohne extra Wünsche, dann komme ich und Sie fahren günstig und lustig. Alles klar?

- Haben Sie überhaupt den Beförderungschein?

- Das brauche ich nicht.

- Und was tun Sie wenn einmal kontrolliert wird?

- Die Lösung habe ich in meiner Tasche. Seien Sie unbesorgt.

- Passen Sie auf! Sie müssen hier rechts abbiegen.

- Nein! hier müssen wir links! So fahren ich immer.

- Es ist absolute Blödsinn. Ich habe gesagt rechts. Verstehen Sie mich nicht oder was?

- Nein. Ich verstehe Sie nicht.

- Dann müssen Sie bisschen Deutsch lernen.

- Brauche ich nicht.

- Wieso?! Sie wohnen doch hier! Sie arbeiten hier! Oder nicht?

- Mag sein, dass ich hier wohne und arbeite. Aber die Sprache brauche ich gar nicht. Wenn Sie mir nicht glauben, gehen Sie einmal zum Bahnhof und überzeugen Sie sich. Da wird alle mögliche Sprachen gesprochen, afrikanisch, arabisch, chinesisch, russisch und vieles mehr nur nicht Deutsch. Wenn Sie am Bahnhof sind, verlieren Sie die Orientierung und Sie vergessen im welchen Land sie sich befinden. Schon was von Multi Kulti gehört? Da herrscht Multi Kulti. Da am Bahnhof hat die Bundes Regierung nicht zu sagen. Dort regiert die Internationale Mafiosi. Und vielleicht, vielleicht in Zusammenarbeit mit der Bundes Regierung. Jedenfalls behaupten es viele. Aber ich glaube es nicht . Ich finde diese Behauptung als Propaganda und Erfindung der Opposition gegen die Herrschaften. Ich glaube die Herrschaften sind alle sauber. Sie haben kein andere Sorge als das Volk und das Land zu dienen. Die Geschichten mit den Schmiergeldern und Schwarzen Kontos sind nur Märchen und Lüge. Die Herrschaften nehmen kein Schmiergeld an. Und wenn überhaupt dann bestimmt für gute Zwecke. Die sind sauber. Genau so sauber wie die Radfahrers vom Team Telekom.

- Ich denke es ist besser, wenn Sie sich auf die Fahrt konzentrieren. Da vorne sollen Sie links abbiegen. Die Beleuchtung ist nicht so gut aber die Jenigen, die öfter nachts Autofahren wissen es schon.

- Ich fahre nur Tags.

- Dann haben Sie ihren Feierabend verpasst. Es ist bisschen zu spät. Schon Mitternacht.

- Nein. Heute habe ich nicht gearbeitet. Tagsüber könnte ich nicht arbeiten. Ich war den ganzen Tag besoffen. Ehrlich gesagt bin ich immer noch.

- Das haben wir alle bemerkt. Ich würde mich nicht wundern, wenn Sie über A3 nach Bierstadt fahren würden. Ich denke es ist besser, wenn ich selber fahre. Ich habe bestimmt weniger pro Mill im Blut.

- Es ist eine Frage der Ehre. Ich lasse mich nicht von Anderen gefahren werden. Hier ist meine Revier und nur ich bestimmte den Weg und die Route.

- Sie mussen das tun, was die Kunden möchten. Das sollen Sie wissen. Kunde ist König.

- Aber nicht im Deutschland. Und erst recht nicht bei mir. Ich selber als Kunde habe immer nur Arschtritt gekriegt. Im Deutschland sind die anderen König. Die Behörden, die Ämter, die Verkäufer, die Handwerker und nicht vergessen, die Fahrer. Die Kellner sind auch König. Letztes Mal in einem Restaurant wollte ich Reis essen, statt dessen hat man mir Kartoffeln gebraucht. Natürlich habe ich nicht protestiert, dann ich weiß als Kunde habe ich kein Recht. Aber der Kellner hat aus meinem Gesicht gelesen, dass ich unzufrieden war.

- Und was hat der Kellner dazu gesagt?

- Nicht vieles. Er hat mich schief angeguckt und gesagt:

...... Kartoffel ist gesund. Kunde hält den Mund ...... “

Mittwoch, 18. Juli 2007

Sie ist selber ein Kind, hat noch keine Ahnung vom Leben und ist noch nicht reif genug um so eine große Verantwortung zu übernehmen. Ich schätze sie ca. 15 Jahre alt. Sie hat kurze, blonde Haare, große helle Augen. Lächelt zart und süß mit ihrem ganzen Gericht. Sie wirkt so kindlich und so unschuldig wie ein Baby, das auf eine warme Umarmung wartet, oder auf jemanden, der kommt und es mit nimmt. Ich habe den Eindruck, dass sie gerne etwas fragen oder um einen Rat bieten würde, aber sie tue es nicht. Ihr Blick ist zerstreut. Sie versucht sich zurecht zu finden. Sie quält sich um ruhig und stabil zu bleiben.

Es gelingt ihr aber nicht. Das Gefühl der Überforderung ist ihrem Gesicht deutlich zu spüren. Ich habe die Befürchtung, dass sie jedes Moment hinfällt und zerbricht. Sie scheint mir wie ein dünnes Glas, das sorgsam behütet und beschützt werden soll. Ich sehe, dass sie unter einem schweren Last leidet. Ich würde gerne etwas für sie tun. Ich wünschte, ich könnte etwas für sie tun, sie irgendwie erleichtern, ihren Last erträglicher machen, ich weiß aber nicht wie. Sie braucht von einem Lächeln erwärmt zu werden. Ich lächele ihr zu und nehme ihr etwas ab.

Sie hat ein Baby im Schoss eine lebendige Puppe. Das Baby könnte eigentlich ihre Schwester oder ihr Bruder sein. Sie will das Baby zum Arzt bringen.

Das Baby sieht nicht so glücklich aus. Wie kann es glücklich sein wenn sie selber nicht glücklich ist. Sie kann nicht einmal das Baby richtig tragen, das bloße Tragen breitet ihr viel Mühe. Sie braucht selber in einem mütterlichen Arm getragen zu werden. Sie soll selber von einem Erwachsenen betreut werden. Ich sehe vor mir zwei Kinder. Jeder fällt de anderen zum Opfer. Beide unschuldig und beide im Leben verurteilt und verdammt. Das eine spielt die Rolle der Mutter. Eine Rolle, der der es nicht gewachsen ist. Eine Aufgabe, die es zusammenbricht und zerquetscht. Das andere, ein Kind, dem sein Kindheit jetzt schon verloren ist. Ein grausames Spiel. Sie machen sich beide gegenseitig kaputt und doch sind sie beide unschuldig.

Sie siegt ein und wir fahren los. Unterwegs erzählte sie mir, dass sie siebzehn Jahre alt ist. Dass der Vater von Baby nicht mehr in Deutschland lebt. Er ist kurz nach der Bekanntschaft mit ihr wieder nach Amerika zurück gegangen und seitdem hat sie seinen Spur verloren. Sie hat damals versucht ihn aufzusuchen und ihm über ihre Schwangerschaft Bescheid zu sagen aber niemand konnte ihr helfen. Keine Adresse keinen Telefonnummer, nichts, gar nichts von ihm war zu finden. Er ist einfach schnell verschwunden. Schnell, wie er aufgetaucht war.

Sie sagt, dass ihre Mutter ihr dabei hilft, das reicht aber nicht. Sie vermisst den Vater des Kindes. Oder jemanden, der diese Rolle spielt, jemand der diesen leeren Platz neben ihr befullen kann. Und während sie redet und von ihre Verlegenheit erzählt verblasst ihr Gesicht und verliert mehr und mehr Farbe und Lebendigkeit. Ihre Stimme bebt, wird leiser und leiser, schließlich bekommt sie Tränen in die Augen.

In meinem Gedanken bildet sich ein negatives Perspektiv. Was wird aus dem Kind?! Kann es ohne Vater mit einer Orientierungloser Mutter das Leben meistern? Wie stellt sich diese junge Mutter die Zukunft vor?

Ich hätte lieber einen Schulranzen auf ihrem Rücken gesehen, statt ein Baby im Schoss. Ich hätte sie lieber in die Schule gefahren und nicht zum Kinderarzt. Sie gehört in der Schule. Sie soll noch vieles lernen. Vieles erleben. Sie braucht Zeit für sich. Viel Zeit. Zeit zu lernen, zu spielen, zu lachen, zu weinen und sie braucht Raum für ihre Entwicklung. Sie braucht viel Zeit und Raum für sich selbst.

Sie steigt aus zusammen mit dem Baby verschwindet hinter einer Glastür.

Und hinterlässt in mir ein trauriges Bild: ein alleinerziehendes Kind.

Mittwoch, 27. Juni 2007

Manchmal freue ich mich auf ein paar Stunden allein. Allein da setzen. Mit mir selbst reden oder einfach von was schönes träumen. Manchmal möchte ich meine Zeit für mich selbst behalten und sie mit niemandem teilen. Den Eigenblick zugreifen, fest in den Händen behalten und ihn nicht vergehen lassen. Ich habe dann den Wünsch mich von Zeit und Raum zu trennen, alles vergessen. Ich versuche meine Vergangenheit durchstreichen, die Zukunft zu ignorieren und in den Gegenwart zu verschwinden. Vielleicht etwas Romantisches lesen, über meine Utopie zu schreiben oder einfach herumsitzen und nicht tun, gar nichts, einfach abschalten, von dir abschalten, von mir selbst. Ich will an nichts verbunden sein, die absolute Freiheit erleben und die ganze Welt auf sich beruhen lassen. Ich will mich entleeren, von allen meinen Wünschen, von allen Träumen, Hoffnungen und Verzweiflungen entleeren. Ich will meinen ganzen Inhalt wegwerfen. Ich will meine Terminkalender zerreißen und aus dem Fenster rauswerfen. Alle Sorgen und alle Freude aus meiner Seele wegradieren. Ich finde alles was ich besitze nutzlos und überflüssig. Ich besitze aber nicht viel. Und trotzden die machen mich verrückt. Also alles muss weg. Alles muss in Mülleimer. Alles was ich sehe scheint mir wertlos und unbrauchbar. Ich werfe alles weg und bereinige mich. Dannach werfe ich mich selbst weg.
Ich schenke mir einen freien Abend und gehe am Rhein. Setze mich auf ein Bank am Rheinufer und schaue in die Ferne.
Der Blick im Rhein ist schön und beruhigend, die Luft ist sauber und die Atmosphäre ist voller Geheimnisse. Eine Krähe sitzt auf einem Ast und singt. Ich singe mit. Plötzlich fliegt sie weg und verschwindet zwischen den Bäumen. Es herrscht wieder Stille ...endlose Stille. Ich atme die Stille tief. Tief in mir rein und vergesse alles um mich herum. Die Vergessenheit tut gut.
Die Liebespaare spazieren am Fluß entlang. Hand in Hand, sorglos mit leichten Schritten. Sie sehen glücklich aus. Sie küssen sich zärtlich. Sie reden miteinander.Vermutlich über ihre gemeinsame Zukunft, ihre Träume, ihre Pläne und machen sich große Hoffnungen. Ich beneide sie nicht. Nichts im Geringsten. Wer von denen weiß schon wie die Liebe sich in kürze Zeit verändert. Liebe ist grausam. Sie bringt oft viel Leiden und Schmerz mit sich.
Egoistisch? glaube ich nicht. Ich nenne es realistisch. Säuberung und Befreiung vor Illusionen. Trotzdem wünsche ich allen Liebespaare ein Happy Ende.

Sonntag, 4. März 2007

Die Stadt befindet sich im Kriegzustand. Überall stehen Polizisten mit voller Ausrüstung. Überall Straßensperre. In der Stadtmitte ist der Verkehr total lahmgelegt. Zeitverlust im Strassenstau. Nerven Verschleiß und Ärger für Bürger. Für viele Geschäfte Verdienstausfall. Die Kriegsherren sammeln sich in Wiesbaden. Ihre Hochburg das 5- Sterne Hotel Palast Dorint. Das Stadtbild ist von Polizeiwagen- und- Motorräder geprägt. In diesem Zustand gefällt mir Wiesbaden gar nicht. Für eine kurzen Fahrt im Stadtgebiet, die sonst nicht mal zehn Minuten dauert, brauche ich jetzt gute halbe Stunde. Die Herrschaften haben bestimmt was Wichtiges vor. Angeblich sollen die Volksvertreter über ihre Strategie und ihre Militäreinsätze in anderen Ländern entscheiden. Darüber wie man sich in den Angelenheiten anderer Länder und Menschen einmischt. Sie denken, dass die fernen Länder schon darauf warten, dass sie dahin einmarschieren um ihnen Glück zu schenken. Oder fühlen sich die Herren aus humanitären Gründen dazu verpflichtet den anderen zu helfen.

Was auch immer die Gründe und Motive für einen Militäreinsatz sind. Kann ich nicht verstehen warum mein Nachbar, ein angehöriger der Bundeswehr nach einer afrikanischen Krisenregion zugeschickt werden soll um dort ermordet zu werden. Wenn die Leute in Afrika oder Iraq oder woanders Krieg möchten, lassen sie sie sich ruhig bis zum Ende beseitigen. Es ist ihr gutes Recht und es geht niemanden an. Jede Nation soll selbst mit ihren Problemen klar kommen. Die Afrikaner sollen solange Kriegfuhren bis sie selbst zum Verstand kommen, dass die Konflikte nichts und wirklich nichts bringen. Es ist traurig, dass grade die jenigen Länder immer Kriegführen, die überhaupt nichts zum Essen haben. Sie verhungern sich. Sind auf der Hilfe und der Spende vom Ausland angewiesen. Aber sie hören nicht auf neue Waffen zu kaufen und weiter zu kämpfen.

Was haben solche Einsätze bis jetzt erreicht? Und wer soll das alles bezahlen?

Fremde Soldaten sind unerwünscht. Sie werden nicht gerne von Bevölkerung empfangen. Und sie sterben auf dem fremden Boden.

Die Soldaten können nie zu einer friedlichen Entwicklung beitragen

Samstag, 3. März 2007

-Oh Klaus du warst unmöglich heute. Man muß sein Leben genießen. Was soll das. Bist du wieder ein kleines Kind oder was. Warum hast du nicht mit mir getanzt. Du hast Mitte in der Party geschlafen. Du hast dich und mich lächelich gemacht. Was hast du dir dabei gedacht? Ich erwarte eine Antwort von dir. Ich hätte gerne deine Antwort Klaus!

-Lass mich in Ruhe. Ich habe keine Lust. Guck Mal, es ist schon 6 Uhr Morgen.

-Tut mir Leid Schatz. Ich wusste nicht, das es so spät ist. Warum hast du dich nicht amüsiert? Geht es dir nicht gut?

-Mir geht es gar nicht gut. Mir geht es beschießen. Ich habe dir hundert mal gesagt Schatzi lass uns nach Hause fahren. Das war kein Umfeld für mich. Es war nicht in meinem Niveau.

-Bist du jetzt sauer auf mich? Bist du böse? Komm Schatz, ich liebe mein Leben. Ich darf bisschen Spaß haben oder?

-Ich mache nicht mehr mit. Ende. Schluss. Es gefällt mir gar nicht mit solchen Typen, die ganzen Nacht herum zu krabbeln Bertha. Ach du Weibe

-Ich bin keine Weibe ich bin eine Frau. Ach Schatzi, nach 24 Jahren Ehe bist du heute geklopft. Du könntest mindestens mit mir tanzen. Warum. Ich will deine Antwort Klaus.

-Hör auf Bertha! Ich habe keine Antwort! Ich bin müde siehst du nicht?

-Willst du dich scheiden lassen oder was?

- Ach Quatsch. Du bist betrunken. Wir reden später darüber. Jetzt aber Ruhe.

-Weißt du was Klaus. Ich steige nicht mit dir raus. Ich fahre weiter mit Herrn Fahrer, du kannst allein nach Hause gehen. Herr Taxifahrer kannst du mich mitnehmen?

Mein Klaus ist böse. Ich will nicht mit ihm. Du bist nett, kannst du mich zu Dir nehmen?

-Nein, nein um Himmels willen oder in Teufels Namen. Sie haben einen viel Besseren, ich bin gar nicht nett, ich bin so ein Schwein.

-Es macht mir gar nichts, dass du Schwein bist. Du bist ein gutes Schwein.

-Danke schön. Aber ich muß noch arbeiten ich fahre nicht nach Hause.

- Du bist so nett. Was kann ich für dich tun. Ihr seid alle nett. Alle Wiesbadener Taxifahrer sind nett und lieb. Ich muss irgend etwas für dich tun.

-Wenn Sie unbedingt etwas für ich tun wollen, dann rufen Sie bitte unsere Zentrale an und sagen denen, dass wir so lieb und nett sind. Die da oben wissen es gar nicht.

- Komm Klaus gib mir dein Handy. Ich will die Zentrale anrufen. Ich will alle Bescheid sagen. Ich rufe die Polizei, ich rufe den Bürgermeister, ich rufe den Minister Präsident, ich rufe die Kanzlerin, ich rufe alle an und sage allen Bescheid. Ich liebe...

- Sie brauchen gar nicht alle anzurufen. Die wissen schon Bescheid. Nur unsere Zentrale weiß es nicht. Es reicht, wenn Sie nur die Zentral Bescheid sagen.

- Komm Bertha, lass den Mann los, er soll weiter arbeiten, komm........

Tschüss Herr Fahrer. Danke Schön.